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RAL-GZ 615
DIN EN ISO 24041

Zertifizierung:
DIN EN ISO 9001:2008

Umwelt-Zertifizierung:
DIN EN ISO 14001:2009

Normen und Abmessungen

Normen

Die Norm für Lochplatten ist DIN 24041 ≠ ISO 7805, für Siebböden DIN 4185, für Prüfsiebe DIN 4187, Teil 1 bis 3 ≠ ISO 3310, Teil 2.

Länge und Breite

Normalformate für Bleche und Platten werden geliefert ohne Beschneiden nach dem Lochen und Richten. Die Toleranzen können größer sein als die Stahlwerkstoleranzen.

Lochplatten können auch in Festmaßen oder als Formplatten in allen benötigten Größen geliefert werden, so auch als Scheiben oder Segmente usw. Diese Festformate oder Formplatten sind so zu wählen, daß sie aus Blechen handelsüblicher Abmessungen hergestellt werden können, wobei man auf Toleranzen, Nichtwinkligkeit und Schnittzugabe Rücksicht nehmen muß.

Materialdicke

Die Toleranzen entsprechen den Stahlwerkstoleranzen. Engere Toleranzen müssen mit uns vereinbart werden.

Rechtwinkligkeit geschnittener Platten

Zuschnitt-Toleranzen nach Lochblech-DIN oder aber nach besonderer Absprache mit uns.

Dicke [s] zulässige Abweichungen für a1 und b1

bis 100

bis 100
über 100
bis 300
über 300 über 1000 über 2000 über 4000
bis 5 mm
über 5 mm
± 0,8
± 1,5
± 1,2
± 2
± 2
± 3
± 3
± 5
± 4
± 8
± 5
± 10

Zulässige Abweichungen von der Rechtwinkligkeit

Dicke [s] zulässige Abweichungen für a1 und b1
bis 5 mm
über 5 mm
± 10' (≈ 0,3 mm je 100 mm Schenkellänge)
± 30' (≈ 0,9 mm je 100 mm Schenkellänge)
Parallelität

Während des Lochvorgangs wird das Lochfeld gestreckt. Das Maß dieser Streckung hängt von vielen Faktoren ab, z.B. Lochgröße, Lochanordnung, Materialart, Dicke usw.

Wegen dieser vielen Parameter ist es nicht möglich, Toleranzen für das Ausmaß dieser Streckung anzugeben. Bei der Endbearbeitung, insbesondere beim Richten, können die Spannungen Streckungen im Lochfeld hervorrufen, insbesondere dann, wenn die ungelochten Ränder längs und quer Teil des fertigen Bleches sind.

Abbildung 1 zeigt eine übertriebene Ansicht, wie so ein Blech aussehen kann. Die vollen Linien zeigen das Material und das Lochfeld. Die gestrichelten Linien zeigen das Profil nach dem Planrichten. Dieses Profil kann erheblich abweichen, je nach Einfluß der verschiedenen Parameter, das Lochfeld kann sogar unsymmetrisch ausfallen (siehe Abbildung 1 und 2).

Wenn das Material anschließend auf Maß geschnitten wird, kann das Problem sichtbar werden: d.h. das Lochfeld läuft mit dem Rand nicht parallel. Wenn es daher unbedingt notwendig ist, daß Lochfeld und Rand parallel laufen, so sollten Sie vor Vergabe eines Auftrages mit uns sprechen, um mögliche Probleme auszuschließen.

Abbildung 1

Abbildung 2

Planheit

Die Lochplatten werden nach dem heutigen Stand der Technik maschinell gerichtet. Die Ebenheit ist abhängig von der Lochweite, Lochteilung, Materialdicke und Randbreite.

Säbelkanten

Bei Lochblechen mit unterschiedlichen seitlichen Rändern (e2>e1) können sich die Bleche säbelförmig verformen. So entsteht eine Abweichung d zwischen der Mitte und dem Ende der Blechkante.

Das Maß dieser Abweichung d wird auf der konkaven Seite gemessen. Es hängt ab von der Länge, Breite, Dicke, offenen Siebfläche, der Art des Materials und dem Verhältnis e2 zu e1.

Wenn die Bleche nach dem Lochen auf Maß geschnitten werden, bezieht sich die gebogene Kante nur auf das Lochfeld.

Abbildung 3

Wellenkanten

Die Spannungen, die während des Lochvorgangs auf das Blech einwirken, können eine Verformung der Planheit der Kanten hervorrufen, sogenannte Wellenkanten, vor allem dann, wenn es sich um gelochte Bleche oder Coils mit breiten Rändern oder auf beiden Seiten mit unterschiedlich breiten ungelochten Rändern handelt.

Abweichungen der zulässigen Planheitstoleranz können für gelochte Bleche und Coils garantiert werden, wenn Standardlochungen und annähernd gleiche, ungelochte Ränder auf der Längsseite vorgesehen werden (Breite des Randes kleiner als 2,5% der Blechbreite, maximal 10 mm).

Gelochte Bleche und Coils mit breiteren ungelochten Rändern oder mit ungleich breiten Rändern auf der langen Seite, oder mit speziellen Lochungen (versenkte Lochungen, Prägungen etc.) neigen zu größerer Verformung, besonders wenn es sich um weiches Material handelt (A1, Cu, CuZn). Die zulässige Toleranz muß dann gesondert vereinbart werden.

Ungelochte Längs- und Querränder

Abbildung 4

Teilung [t] zul Abweichungen für e1, e2, f1 und f2
bis 5 mm
über 5 bis 20 mm
über 20 mm
± 5 mm
± 10 mm
± t / 2
Ungelochte Felder

Je nach Anwendungszweck soll die Bemaßung nach Abbildung 5 oder 6 erfolgen.

Abbildung 5

Abbildung 6 Spezialausführung zur Vermeidung von Summenfehlern: Diese Ausführung ist aufwendiger und teurer!

Die Anforderungen müssen übereinstimmen mit unseren Möglichkeiten. Die Toleranz für jeden Wert = Toleranz für die Teilung + Toleranz des Vorschubsystems (Wiederholgenauigkeit bei unterbrochenen Lochungen).

Jeder einzelne Wert x hängt von der zulässigen Teilungstoleranz ab. Diese muß mit uns abgesprochen werden.

Abbildung 6

Konischer Lochquerschnitt

Wenn der Stempel tief genug in das Material eingedrungen ist, beginnt das Material zu reißen, und zwar hauptsächlich von der Schnittfläche der Matrize aus.

Abbildung 7

s = Dicke des Bleches
d = Lochdurchmesser
D = maximaler Ausbruchdurchmesser
h = Höhe der Bruchzone
r = Eintrittsradius
y = Deformationszone
c = Schnittzone


Zusammenfassung: Man kann keine grundsätzliche Angabe über die gen der Bruchzone geben. Überschlägig kann gesagt werden, daß die Bruchzone h zwischen 0,6 x s und 0 liegt, abhängig von den oben erwähnten Bedingungen.

Stanzgrat und Schnittgrat

Die normale Zeichnungsansicht (Draufsicht) ist die Stempeleintrittsseite. Die Gratseite ist die Unterseite. Die Gratseite muß ausdrücklich angegeben werden bei unsymmetrischen Teilen und Blechen mit entsprechender Weiterverarbeitung.

Abbildung 8

Stempelbruch

Während des Lochprozesses können Stempel teilweise oder ganz brechen. Das Risiko unvollständiger oder ganz fehlender Löcher ist größer, je kritischer die Lochung: kleine Löcher, nichtrostender Stahl, extrem offene Siebfläche.

Lochfeldanfang und -ende

Um Werkzeugbruch zu vermeiden, werden die Stempel meist versetzt angeordnet, wie in Abbildung 9 dargestellt. Das bedeutet, daß die erste und die letzte Reihe in Vorschubrichtung unvollständig sind (die schwarzen Löcher zeigen die Anordnung der Stempel im Werkzeug).

Für größere Lochdurchmesser oder einfachere Lochwerkzeuge können einfach geteilte Werkzeuge nach Abbildung 10 eingesetzt werden, das bedeutet, daß auch die erste und letzte Reihe vollständig sind.

Abbildung 9+10

Sauberkeit der Oberfläche - Entfetten - zulässiger Oberflächen

1. Zustand: Direkt aus der Maschine
Gelochte Bleche können einen leichten Ölfilm haben, jedoch ohne größere Ansammlungen von Fett und Talg. Es sollte kein Öl aus dem Stapel lecken.

2. Zustand: Entfettete Bleche
werden entweder mit Lösungsmittel oder Dampf behandelt, so daß alle Spuren von Fett entfernt werden. Weder auf der Oberfläche noch in den Löchern sollten Spuren von Fett zurückbleiben. Dieses Finish ist üblich besonders bei lackierten Blechen oder Edelstahlprodukten, die nach der Verarbeitung direkt eingesetzt werden. Im Hinblick auf das Korrosionsrisiko sollte Zustand 2 bei gewöhnlichen Stahlblechen nur eingesetzt werden, wenn die Weiterverarbeitung unmittelbar erfolgt.

Normaler Lieferzustand (zulässige Schmierung)
Zustand 1 (direkt aus der Maschine) ist der normale Lieferzustand, soweit nicht abweichende Vorschriften bestehen.
Bei Zustand 2 müssen eventuelle Rostschutzanforderungen, verbunden mit einer entsprechend wirksamen Lagerdauer, vereinbart werden.
Der Lieferzustand für Seetransporte (auch wenn er nur von kurzer Dauer ist) muß spezifiziert werden.

Oberflächenfinish

Eine leichte Beschädigung der Oberfläche, hervorgerufen durch die maschinelle Bearbeitung, kann nicht ausgeschlossen werden. Bitte sprechen Sie mit uns, wenn Sie eine perfekte Oberfläche benötigen!

Technische Informationen

Normen und Abmessungen
Normen
Länge und Breite
Materialdicke
Rechtwinklichkeit geschnittener Platten
Parallelität
Planheit
Säbelkanten
Wellenkanten
Ungelochte Längs- und Querränder
Ungelochte Felder
Konischer Lochquerschnitt
Stanzgrat und Schnittgrat
Stempelbruch
Lochfeldanfang und-ende
Sauberkeit der Oberfläche
Oberflächenfinish

Grundbegriffe

Lochformen
Rundlochung
DIN 24 041
RV Rundlochung in versetzten Reihen
RD Rundlochung in diagonal versetzten Reihen
RG Rundlochung in geraden Reihen

Quadratlochung
DIN 24 041
QV Quadratlochung in versetzten Reihen
QD Quadratlochung in diagonal versetzten Reihen
QG Quadratlochung in geraden Reihen

Sechskant-Wabenlochung
DIN 24 041
HV Hexagonallochung in versetzten Reihen

Langlochung
DIN 24 041
LV Langlochung in versetzten Reihen
LG Langlochung in geraden Reihen
LGE Langlochung in geraden Reihen, eckig

Sonderlochung

Technische Lieferbedingungen

© 2017 Lochanstalt Aherhammer Stahlschmidt & Flender GmbH